Diabetes

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Kalorienarme Süßstoffe führen bei Verzehr anstelle von Zucker zu einem geringeren Anstieg des Blutglukosespiegels nach den Mahlzeiten (postprandial) und sie wirken sich ansonsten njcht anderweitig auf die Kontrolle des Blutglukosespiegels oder die Insulinsekretion aus. Dieser Vorteil kalorienarmer Süßstoffe auf postprandialer Glukose wurde von der EFSA auch als gesundheitsbezogene Angabe anerkannt: Die Aufnahme von Lebensmitteln, die kalorienarme Süßstoffe anstelle von Zucker enthalten, führt zu einem geringeren Blutzuckeranstieg nach ihrem Verzehr im Vergleich zu zuckerhaltigen Lebensmitteln1.

Süßstoffe mit niedrigem Kaloriengehalt bieten Menschen mit Diabetes mehr “süße” Nahrungsmittelmöglichkeiten

Diabetes ist t eine der am schnellsten wachsenden Gesundheitsherausforderungen des 21. Jahrhunderts, da sich die Zahl der mit Diabetes lebenden Erwachsenen in den letzten 20 Jahren mehr als verdreifacht hat. Nach den neuesten Zahlen der International Diabetes Federation (IDF) aus dem Jahr 2019 wird geschätzt, dass weltweit 9,3% aller Erwachsenen im Alter von 20-79 Jahren, also die erschreckende Anzahl von 463 Millionen Menschen, mit Diabetes leben. Weitere 1,1 Millionen Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren leben mit Typ-1-Diabetes. Die IDF schätzt, dass die Zahl der Erwachsenen mit Diabetes bis 2030 auf 578 Millionen ansteigen wird, und bis 2045 auf 700 Millionen.2

Kalorienarme Süßstoffe bieten Menschen mit Diabetes eine breitere Nahrungsmittelauswahl, indem sie den Genuss von süßem Geschmack ohne Erhöhung des Blutzuckerspiegels bieten.3,4 Da kalorienarme Süßstoffe keinen Einfluss auf den Insulin- und Blutzuckerspiegel haben und keine Kalorien liefern, können sie auch bei der Gewichtsabnahme und Gewichtskontrolle von Menschen mit Typ-2-Diabetes eine Rolle spielen.5-7

Die Rolle von kalorienarmen/freien Süßstoffen bei Diabetes

In den letzten zehn Jahren haben zahlreiche Gesundheitsorganisationen weltweit Stellungnahmen, Konsensusberichte oder Ernährungsrichtlinien zum Einsatz von kalorienarmen/freien Süßstoffen bei Diabetes herausgegeben.

Zum Beispiel hat Diabetes UK kürzlich eine Stellungnahme zu kalorienarmen/freien Süßstoffen (LNCS)5 veröffentlicht, die insgesamt zu dem Schluss kommt: “LNCS sind nachweislich sicher und können als Teil einer Strategie für Erwachsene und Kinder im Umgang mit Körpergewicht und Diabetes eingesetzt werden”.

Ebenso erkennt der Konsens der Lateinamerikanischen Vereinigung für Diabetes (Asociación Latinoamericana de Diabetes (ALAD))6 insgesamt an, dass der Verzehr von kalorienarmen/-freien Süßstoffen innerhalb der zulässigen Tagesdosis (ADI) sicher ist, und er kommt weiterhin zu dem Schluss, dass ihre Verwendung Vorteile bei der Kalorienreduzierung, Gewichtsabnahme und Blutzuckerkontrolle haben kann, wenn sie als Zuckerersatz im Rahmen eines strukturierten Ernährungsplans verwendet werden.

Auch in einem Konsensusbericht der American Diabetes Association (ADA) über die Ernährungstherapie bei Erwachsenen mit Diabetes oder Prädiabetes7, war die Schlussfolgerung über kalorienarme/-freie Süßstoffe, dass “Ersatz von zugesetztem Zucker durch Zuckerersatzstoffe die tägliche Aufnahme von Kohlenhydraten und Kalorien verringern könnte. Diese Ernährungsumstellungen könnten sich positiv auf die Kontrolle von Blutzuckerspiegel und Gewicht sowie auf die kardiometabolische Kontrolle auswirken”, und weiter heißt es: “Durch Beratung dear Betroffenen sollte eine Kompensation des positiven Effekts durch die Aufnahme von zusätzlichen Kalorien aus anderen Nahrungsquellen vermieden werden.”

 

Für weitere Informationen über die Rolle kalorienarmer Süßstoffe beim Diabetes-Management verweisen wir Sie auf das ISA-Merkblatt Süßes Gespräch über Diabetes:
Wie können kalorienarme Süßstoffe helfen?
 und die ISA-Infografik Kalorienarme Süßstoffe bei Diabetes herunterladen.

Möglicherweise finden Sie auch die Online-Materialien, die im Laufe der Jahre im Rahmen der ISA-Online-Kampagnen zur Unterstützung des Weltdiabetestages entwickelt wurden und inspirierende Videos, Animationen und interessante Infografiken enthalten, die weitere Informationen über wichtige Lebensstile und Ernährungsrichtlinien für Menschen mit Diabetes liefern, einschließlich der Rolle kalorienarmer Süßstoffe in diesem Zusammenhang. Bitte klicken Sie hier, um auf diese Materialien zuzugreifen, die auch in mehreren Sprachen verfügbar sind.

  1. EFSA NDA (EFSA Panel on Dietetic Products Nutrition and Allergies). Scientific opinion on the substantiation of health claims related to intense sweeteners and contribution to the maintenance or achievement of a normal body weight (ID 1136, 1444, 4299), reduction of post-prandial glycaemic responses (ID 4298), maintenance of normal blood glucose concentrations (ID 1221, 4298), and maintenance of tooth mineralisation by decreasing tooth demineralisation (ID 1134, 1167, 1283) pursuant to Article 13(1) of Regulation (EC) No 1924/2006. EFSA 2011 Journal 9: 2229
  2. IDF, Diabetes Atlas 9th edition 2019. Available at: https://www.diabetesatlas.org/en/resources/
  3. Greyling A, Appleton KM, Raben A, Mela DJ. Acute glycemic and insulinemic effects of low-energy sweeteners: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. American Journal of Clinical Nutrition 2020; nqaa167.
  4. Gardner C, et al. Nonnutritive sweeteners: current use and health perspectives: a scientific statement from the American Heart Association and the American Diabetes Association. Diabetes Care. (2012) Aug;35(8):1798-808.
  5. Diabetes UK. The use of low or no calorie sweeteners. Position Statement (Updated December 2018). Available at: https://www.diabetes.org.uk/professionals/position-statements-reports/food-nutrition-lifestyle/use-o…
  6. Laviada-Molina H, Escobar-Duque ID, Pereyra E, Romo-Romo A, Brito-Córdova G, Carrasco-Piña E, González-Suárez R, López-García R, Molina-Seguí F, Mesa-Pérez JA. Consenso de la Asociación Latinoamericana de Diabetes sobre uso de edulcorantes no calóricos en personas con diabetes [Consensus of the Latin-American Association of Diabetes on low calorie sweeteners in persons with diabetes]. Rev ALAD. 2018;8:152-74
  7. Evert AB, Dennison M, Gardner CD, Garvey WT, Lau KHK, MacLeod J, Mitri J, Pereira RF, Rawlings K, Robinson S, Saslow L, Uelmen A, Urbanski PB, Yancy Jr. WS. Nutrition Therapy for Adults with Diabetes or Prediabetes: A Consensus Report. Diabetes Care. 2019 May;42(5):731-754