Laut zahlreichen Beweisen können kalorienarme Sástoffe die Gewichtskontrolle untersttzen

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Stellungnahme des ISA als Reaktion auf den Kommentar von Borges et al in Plos Medicine

Umfangreiche Nachweise basierend auf hochqualifizierten Forschungen bestätigen die vorteilhafte Rolle der Verwendung kalorienarmer Sástoffe zur Untersttzung bei der Reduzierung der Gesamtkalorienaufnahme, bei ihrer Nutzung als Zuckerersatz und als Teil einer ausgeglichenen Ernährung und Lebensweise, und dass sie weiterhin ein ntzliches Werkzeug beim Gewichtsmanagement darstellen, entgegen der Behauptungen von Borges et al in einem Kommentar in Plos Medicine1.

In 2016 fand eine umfangreiche systematische šberprfung und Metaanalyse 2, die die Gesamtheit der mit Energiezufuhr und Gewichtsverlust bewirkt durch kalorienarme Sástoffe in Verbindung stehenden Veröffentlichungen zu Versuchen an Menschen und Tieren analysierte, heraus, dass die in die in der verfgbaren Literatur zu findenden Ergebnisse folgerichtig bestätigen, dass die Verwendung kalorienarmer Sástoffe die Reduzierung der Energieaufnahme untersttzt und so hilfreich beim Abnehmen sein kann. šberraschenderweise haben die Autoren diese umfangreiche systematische šberprfung nicht in ihrer Meinungsäuáerung bercksichtigt.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass diese neue Veröffentlichung in Plos Medicine durch Borges et al is nur ein Kommentar und keine neue klinische Studie oder šberprfung der Literatur ist und deshalb keine ergänzenden Angaben zu den Behauptungen darstellen, dass ein ?Fehlen von Nachweisen zur Untersttzung der Rolle von Diätgetränken bei der Verhtung von Gewichtszunahme? vorliegt.

Professor Peter Rogers, Universität Bristol, Groábritannien, und Hauptautor der vorgenannten systematischen šberprfung2 kalorienarmer Sástoffe, merkt dazu an: ?Es kann nicht erwartet werden, dass die Verwendung kalorienarmer Sástoffe allein Fettleibigkeit verhindert. Tatsache ist, dass sie beim Ersetzen des Zuckers die Reduzierung der aufgenommenen Kalorien nicht voll kompensieren, sie aber ber einen längeren Zeitraum fr die entsprechende relative Gewichts- und Fettreduzierung (bei Kindern und Erwachsenen) sorgen.

Hinsichtlich der Feststellung, dass die durch die Industrie geförderte Forschung eher geneigt ist, ber vorteilhalfte Ergebnisse der Wirkung von Diätgetränken auf die Gewichtskontrolle zu berichten, wie krzlich von Mandrioli et al3 veröffentlicht wurde, hat sich der Internationale Sástoff-Verband (ISA) zuvor ber diese šberprfung in einem Bericht geäuáert. Weiterhin kommentierte Prof. Carlo La Vecchia, Universität Mailand, Italien, ber diese Studie ?Die von Mandrioli et al gezogenen Schlussfolgerungen zu der systematischen šberprfung sind bedenklich, da sie auf einer subjektiven Bewertung weniger šberprfungen basieren, die als ?gnstig? oder ?ungnstig? auf der Grundlage fragwrdiger Algorithmeneingestuft werden.?

Abschlieáend kann auf der Basis hochqualifizierter Forschungen gesagt werden, dass mit kalorienarmen Sástoffen gesáte Getränke dem Verbraucher eine groáe Auswahl an sá schmeckenden Optionen mit wenigen oder keinen Kalorien bieten kann, die ihm bei der Reduzierung der Energiezufuhr und dem Gewichtsmanagement helfen können, wenn sie anstelle von Zucker als Teil einer ausgeglichenen Ernährung eingesetzt werden.

  1. Borges MC, Louzada ML, de Sa TH, et al. Artificially sweetened beverages and the response to the global obesity crisis. Plos Med 2017; 14(1): e1002195. doi:10.1371/journal.pmed.1002195
  2. Rogers PJ, Hogenkamp PS, de Graaf K, et al. Does low-energy sweetener consumption affect energy intake and body weight? A systematic review, including meta-analyses, of the evidence from human and animal studies. Int J Obes 2016; 40(3): 381-94
  3. Mandrioli D, Kearns CE, Bero LA (2016) Relationship between Research Outcomes and Risk of Bias, Study Sponsorship, and Author Financial Conflicts of Interest in Reviews of the Effects of Artificially Sweetened Beverages on Weight Outcomes: A Systematic Review of Reviews. PLoS ONE 11(9): e0162198. doi:10.1371/journal.pone.0162198