Kalorienarme Sástoffe sind hilfreich bei der Gewichtskontrolle und begnstigen nicht die Veranlagung Einzelner zu Diabetes

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on email

Stellungnahme des ISA als Reaktion auf die Presseveröffentlichung durch die Endokrinologie-Gesellschaft

Die durch zahlreiche Nachweise bestätigten Vorteile kalorienarmer Sástoffe bei der Gewichtskontrolle werden durch eine in einer Sucralose-Studie aufgestellten Behauptung berschattet, die auf dem Jahrestreffen der Endokrinologie-Gesellschaft (ENDO 2018) am Sonntag, dem 18.th März 2018.1

präsentiert wurde. Die Behauptungen von Kundu et al. hinsichtlich des Potentials von Sucralose, das Körperfett zu beeinträchtigen und eine Fehlregulation beim Stoffwechsel zu verursachen stehen im Widerspruch zu einer starken Beweislage, die sich auf eine Vielzahl gutberwachter klinischer Studien an Menschen sttzt, die zeigen, dass beim Einsatz anstelle von Zucker, kalorienarme Sástoffe, einschlieálich Sucralose, die Reduzierung der Gesamtenergieaufnahme und den Gewichtsverlust untersttzen können.2,3 Weiterhin untersttzen kalorienarme Sástoffe die Menschen ? auch solche die auf ihr Gewicht achten ? bei der Kontrolle ihrer Kalorie- und Zuckeraufnahme, ohne ihren Blutzuckerstoffwechsel zu beeinflussen, und können deshalb keine Diabetes verursachen, wie die experimentelle Studie andeutet.

Es ist wichtig anzumerken, dass die vorläufigen Ergebnisse dieser experimentellen Zellstudie zuerst auf der Konferenz der Endokrinologie-Gesellschaft in 2017 präsentiert wurde.4 Ein Jahr danach gibt es immer noch keine Veröffentlichung in irgendeiner wissenschaftlichen Fachzeitschrift, damit Fachleute die Methoden und Ergebnisse der Studie sowie deren klinische Signifikanz, falls vorhanden, prfen und bewerten können.

Die Art der auf der ENDO vorgelegten Studien durch die Forscher der George-Washington-Universität können nicht als angemessen eingeschätzt werden, um tatsächliche Auswirkungen auf das menschliche Körpergewicht oder Fettsucht zu bewerten. Während diese Zell- (in-vitro) und Fettgewebebiopsie- (in-vivo) Experimente die Wirkung hoher Sucralose-Aussetzung auáerhalb eines lebenden Organismus prften, ist es höchst fragwrdig, ob der tatsächlich bliche Verbrauch von Sucralose bei Menschen zu ihrer Akkumulierung im Körper fhren wrde, einschlieálich der Fettgewebe, da Sucralose kaum absorbiert und metabolisiert wird und entsprechend unverändert ber den menschlichen Stuhlgang ausgeschieden wird.5 Deshalb fhren experimentelle Studien wie die auf der ENDO 2018 vorgelegten möglicherweise zu Ergebnissen, die einfach nicht auf den menschlichen Körper anzuwenden sind.

In der Wissenschaftsgemeinde ist weithin anerkannt, dass es entscheidend ist, sowohl vorschnelle Schlsse aufgrund einer einzelnen Forschungsstudie zu vermeiden, vor allem, wenn nur wenige Einzelheiten verfgbar sind, als auch den Nachweis im Ganzen zu betrachten. Die Gesamtheit der Nachweise auf der Grundlage einer Flle gut ausgearbeiteter Forschungsergebnisse untersttzt dabei, dass alle zugelassenen kalorienarmen Sástoffe dabei helfen, die Aufnahme von Kalorien und Zucker sicher zu verringern helfen . Sie können ein ntzliches Werkzeug bei Ernährungsstrategien sein, Gewicht und Beleibtheit bei all denen, die ihr Körpergewicht berwachen möchten, erfolgreich zu halten oder zu verringern.

  1. https://www.endocrine.org/news-room/2018/consuming-low-calorie-sweeteners-may-predispose-overweight-…
  2. Peters, J. C., & Beck, J. Low Calorie Sweetener (LCS) use and energy balance. Physiology & behavior, 2016; 164: 524-528
  3. Rogers PJ. et al. Does low-energy sweetener consumption affect energy intake and body weight? A systematic review, including meta-analyses, of the evidence from human and animal studies. Int J Obes, 2016; 40(3): 381-94.
  4. https://www.sweeteners.org/category/32/news/230/low-calorie-sweeteners-benefits-in-weight-control-ar…
  5. Magnuson, B.A.,Carakostas, M.C., Moore, N.H., Poulos, S.P., Renwick, A.G. (2016). Biological fate of low-calorie sweeteners. Nutrition Reviews, 74(11): 670-689