Süßstoffe mit niedrigem/ohne Kaloriengehalt sind sicher und spielen eine wichtige Rolle bei der Neuformulierung von Lebensmitteln

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Wissenschaftsnachrichten von der 12. EFAD-Konferenz

EFAD Konferenz 2019 – Berlin, 1. November: Im Kontext der aktuellen gesundheitlichen Herausforderungen weltweit und der Bemühungen der Gesundheitsbehörden, die Lebensmittelhersteller zu ermutigen, Zucker zu ersetzen und die Kalorienmenge im Rahmen ihrer Reformulierungsziele zu reduzieren, gibt es ein gesteigertes Interesse der Wissenschaft und der Verbraucher an der Verwendung von Süßstoffen mit geringem/ohne Kaloriengehalt als Teil einer gesunden Ernährung. In diesem Sinne und im Rahmen der 12. Konferenz der European Federation of the Associations of Dietitians (EFAD), die am 1. und 2. November in Berlin (Deutschland) stattfand, organisierte die International Sweeteners Association (ISA) heute das Symposium ” Die kalorienarmen Süßstoffe in der Ernährung “: Sicherheit, neue Forschung und Ernährungsempfehlungen”.

Das Symposium begann mit einem Vortrag von Prof Dominique Parent Massin, Französische Landwirtschaftsakademie (Frankreich), der das Publikum an das Zulassungsverfahren für Süßstoffe mit niedrigem/keinem Kaloriengehalt erinnerte: Um für die Verwendung auf dem Markt zugelassen zu werden, müssen Süßstoffe – wie jeder Lebensmittelzusatzstoff – zunächst einer großen Risikobewertung durch die zuständige Behörde für Lebensmittelsicherheit unterzogen werden. In der Europäischen Union ist dies die Aufgabe der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).1 Die Sicherheit aller zugelassenen Süßstoffe mit niedrigem/keinem Kaloriengehalt wurde von den Lebensmittelsicherheitsbehörden weltweit konsequent und wiederholt bestätigt. Darüber hinaus legen die Risikobewertungsexperten dieser Agenturen im Rahmen der Sicherheitsbewertung eine Acceptable Daily Intake (ADI) für zugelassene Süßstoffe mit niedrigem/keinem Kaloriengehalt fest, die die Tagesmenge darstellt, die über ein Leben lang ohne Gesundheitsrisiko sicher konsumiert werden kann, auch von Verbrauchern mit hohem Verbrauch und Kindern. Die Einnahme von zugelassenen Süßstoffen mit niedrigem/keinem Kaloriengehalt wird von den Lebensmittelsicherheitsbehörden überwacht, und Forschungsergebnisse auf globaler Ebene bestätigen, dass der Verzehr von Süßstoffen mit niedrigem/keinem Kaloriengehalt in der Allgemeinbevölkerung weit unter dem individuellen Süßstoff ADI liegt.2

Die Präsentation von Ergebnissen aus der jüngsten Forschung, Prof. Ian Rowland, University of Reading (UK), bestätigte, dass die aktuellen Beweise die Behauptung nicht unterstützen, dass Süßstoffe mit niedrigem/keinem Kaloriengehalt keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit hätten. 3 Tatsächlich sind Süßstoffe mit niedrigem/keinem Kaloriengehalt bis zu hundertmal süßer als Zucker nach Gewicht, so dass nur sehr kleine Mengen davon benötigt werden, um die gewünschte Süße in Lebensmitteln und Getränken zu erzeugen. Prof. Rowland äußerte sich vorsichtig bei der Interpretation der Ergebnisse von Studien über Süßstoffe und Mikrobiota mit niedrigem/keinem Kaloriengehalt und betonte, dass das Studienkonzept berücksichtigt werden müsse und die Unterschiede zwischen dem Darm-Mikrobiomprofil bei Versuchstieren und dem Menschen sowie die Schwierigkeit, Daten aus Tierversuchen zu übertragen, die oft die Wirkung von extrem hohen Dosen von Süßstoffen mit niedrigem/keinem Kaloriengehalt testen.

Tatsächlich sind Süßstoffe mit niedrigem/keinem Kaloriengehalt nach Gewicht bis zu 100-mal süßer als Zucker, so dass nur sehr kleine Mengen davon benötigt werden, um die gewünschte Süße in Lebensmitteln und Getränken zu erreichen. Prof. Rowland äußerte sich vorsichtig bei der Interpretation der Ergebnisse von Studien über Süßstoffe und Mikrobiota mit niedrigem/keinem Kaloriengehalt und betonte, dass das Studienkonzept berücksichtigt werden müsse und die Unterschiede zwischen dem Darm-Mikrobiomprofil bei Versuchstieren und dem Menschen sowie die Schwierigkeit, Daten aus Tierversuchen zu übertragen, die oft die Wirkung von extrem hohen Dosen von Süßstoffen mit niedrigem/keinem Kaloriengehalt testen.6

Für weitere Informationen über das ISA-Symposium den speziellen, detaillierten Artikel zu lesen, der auf der ISA-Website hier verfügbar ist. Um mehr über die Teilnahme des ISA an der EFAD-Konferenz 2019 zu erfahren, klicken Sie bitte hier.

Nehmen Sie an dem Gespräch über die EFAD Conference 2019 in Social Media teil, indem Sie #EFAD2019 und #EFADConference2019 verwenden, und tauschen Sie Ihre Gedanken über das ISA-Symposium aus, indem Sie #ISAatEFAD verwenden.

  1. https://www.efsa.europa.eu/en/topics/topic/sweeteners
  2. Martyn D, Darch M, Roberts A, Lee HY, Tian TY, Kaburagi N, Belmar P. Low-/No-Calorie Sweeteners: A Review of Global Intakes. Nutrients 2018; 10(3): 357
  3. Lobach A, Roberts A, Rowland I. Assessing the in vivo data on low/no-calorie sweeteners and the gut microbiota. Food and Chemical Toxicology 2019; 124: 385-399
  4. Public Health England (PHE) 2015. Sugar reduction: The evidence for action. Annexe 5: Food Supply. Available online at: https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/470176/Annexe_5._Food_Supp…
  5. Gibson S, Ashwell M, Arthur J, Bagley L, Lennox A, Rogers J and Stanner S. What can the food and drink industry do to help achieve the 5% free sugars goal? Perspect Public Health. 2017 Jul;137(4):237-247
  6. Diabetes UK. The use of low or no calorie sweeteners. Position Statement (Updated December 2018). Available at: https://www.diabetes.org.uk/professionals/position-statements-reports/food-nutrition-lifestyle/use-o…