Keine nachteilige Auswirkung von Sucralose auf den Glukosestoffwechsel

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ISA Stellungnahme als Antwort auf die Studie von Dalenberg et al.

Brüssel, 4. März 2020: Die International Sweeteners Association (ISA) äußert sich zu einer neuen Studie von Dalenberg et al.1 Entgegen den Behauptungen von Dalenberg et al., bestätigt die gesammelte Beweislage aus systematischen Überprüfungen, dass Sucralose weder bei gesunden Personen noch bei Menschen mit Diabetes die akute oder längerfristige Blutzuckerkontrolle beeinträchtigt.2,3,4

Wichtig ist auch, dass jegliche Auswirkung auf den Glukosestoffwechsel durch die Kombination von kalorienarmen/-freien Süßstoffen wie Sucralose mit Kohlenhydraten, wie von Dalenberg et al. behauptet, nicht durch diverse andere Studien bestätigt wurde, einschließlich klinischer Studien, die die Auswirkungen des Verzehrs eines kalorienarmen/-freien Süßstoffs zusammen mit einer Kohlenhydratladung oder einer Mahlzeit untersucht haben.5,6,7,8

Darüber hinaus wurde keiner der von Dalenberg et al. vorgeschlagenen Mechanismen zur Erklärung einer potentiellen metabolischen Funktionsstörung aufgrund der Kombination von kalorienarmen/-freien Süßstoffen und Kohlenhydraten bei Menschen bestätigt.2 Interessanterweise widerlegen die Studienergebnisse tatsächlich die Hypothese der “Entkopplung von Süßem”, die ursprünglich von Dalenberg et al. getestet wurde: Im Gegensatz dazu deuten die Studienergebnisse darauf hin, dass das mit Sucralose gesüßte Getränk den Glukosestoffwechsel nicht signifikant beeinflusste und keine Auswirkungen auf das Gehirn oder die Wahrnehmung des süßen Geschmacks hatte.

In einer Zeit, in der Fettleibigkeit und nicht übertragbare Krankheiten, einschließlich Diabetes, nach wie vor große globale Gesundheitsherausforderungen darstellen, und angesichts der aktuellen Empfehlungen des öffentlichen Gesundheitswesens zur Reduzierung der Gesamtzuckeraufnahme, können kalorienarme/-freie Süßstoffe, einschließlich Sucralose, bei der Schaffung einer gesünderen Lebensmittelumgebung hilfreich sein. Sie bieten den Menschen eine große Auswahl an süß schmeckenden Optionen mit wenig oder gar keinen Kalorien und können daher ein nützliches Instrument sein, wenn sie anstelle von Zucker und als Teil einer ausgewogenen Ernährung verwendet werden, um die Gesamtzahl der Zucker- und Kalorienzufuhr zu reduzieren und den Blutzuckerspiegel zu steuern . Kalorienarme/-freie Süßstoffe sind auch nicht durch orale Bakterien fermentierbar, was bedeutet, dass sie nicht zur Kariesbildung beitragen.

  1. Dalenberg JR, Patel BP, Denis R, et al. Short-Term Consumption of Sucralose with, but Not without, Carbohydrate Impairs Neural and Metabolic Sensitivity to Sugar in Humans. Cell Metabolism 2020;31:493–502
  2. Grotz, VL, Pi-Sunyer X, Porte DJ, Roberts A, Trout JR. A 12-week randomized clinical trial investigating the potential for sucralose to affect glucose homeostasis. Regul Toxicol Pharmacol 2017; 88: 22-33
  3. Nichol AD, Holle MJ, An R. Glycemic impact of non-nutritive sweeteners: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Eur J Clin Nutr 2018; 72: 796-804
  4. Tucker RM, Tan SY. Do non-nutritive sweeteners influence acute glucose homeostasis in humans? A systematic review. Physiol Behav 2017; 182: 17-26
  5. Brown AW, Brown MMB, Onken KL, Beitz DC. Short-term consumption of sucralose, a nonnutritive sweetener, is similar to water with regard to select markers of hunger signaling and short-term glucose homeostasis in women. Nutr. Res. 2011; 31: 882–888.
  6. Ford HE, Peters V, Martin NM, et al. Effects of oral ingestion of sucralose on gut hormone response and appetite in healthy normal-weight subjects. Eur. J. Clin. Nutr. 2011; 65: 508–513.
  7. Ma J, Chang JJ, Checklin HL, et al. Effect of the artificial sweetener, sucralose, on small intestinal glucose absorption in healthy human subjects. Br. J. Nutr. 2010; 104: 803–806
  8. Wu T, Zhao BR, Bound MJ, et al., Effects of different sweet preloads on incretin hormone secretion, gastric emptying, and postprandial glycemia in healthy humans. Am. J. Clin. Nutr. 2012; 95: 78–83.