Es gibt keinen Nachweis, dass sich kalorienarme Sástoffe ungnstig auf Fettleibigkeit oder Diabetes bei Menschen auswirken

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on email

Stellungnahme des ISA als Reaktion auf die Studie von Hoffmann et al., präsentiert auf dem Kongress fr Experimentelle Biologie 2018

Die von Hoffmann et al.1, berprfte biochemische Wirkung von Blutzucker und kalorienarmen Sástoffe in Zellen (in-vitro) und bei Tierexperimenten, präsentiert auf dem Kongress fr Experimentelle Biologie 2018 und in einer Pressemeldung am 22. April 2018, liefert keine Nachweise dafr, dass sich kalorienarme Sástoffe nachteilig auf Fettleibigkeit oder Diabetes bei Menschen auswirkt.

Keines der berichteten Ergebnisse wurde jemals bei Humanstudien beobachtet oder bestätigt. Darber hinaus wurden Zellen mit einer sehr hohen Konzentration an kalorienarmen Sástoffen verwendet, die in der Realität unter solchen Bedingungen nicht anzutreffen sind und somit keinen Nachweis einer klinisch nutzbaren Wirkung des Konsums kalorienarmer Sástoffe auf das Gewichtsmanagement oder die Blutzuckerkontrolle liefern. Da die Informationen ber die Methode und die Resultate dieser Studie insgesamt limitiert sind und darber hinaus die Studie nicht in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlicht wurde und deshalb auch nicht von anderen Experten beurteilt werden konnte, ist es wissenschaftlich schwierig, die im verfgbaren Auszug genannten Auswirkungen sorgfältig zu berprfen und zu interpretieren.

Im Gegensatz dazu hat eine groáe Zahl klinischer Versuche an Menschen nachhaltig gezeigt, dass kalorienarme Sástoffe helfen können, die Kalorienaufnahme und somit das Körpergewicht zu reduzieren, wenn sie anstelle von Zucker und als Teil einer kalorienberwachten Diät genommen werden, wobei sie auáerdem die Glukosehomöostase nicht beeinträchtigen..2,3,4,5,6,7,8 

Im Gegensatz zu den Behauptungen in der Studie von Hoffmann et al., können kalorienarme Sástoffe ebenso eine groáe Hilfe fr Menschen mit Diabetes darstellen, da keine Beeinträchtigung des Blutzuckers stattfindet7,8. Die vorteilhafte Wirkung der kalorienarmen Sástoffe im Blutzucker nach der Nahrungsaufnahme ist in Europa ebenso in einer autorisierten gesundheitsbezogenen Angabe sowie laut der wissenschaftlichen Meinung der Europäischen Behörde fr Ernährungssicherheit (EFSA) anerkannt: ?Der Verzehr von Nahrungsmitteln mit kalorienarmen Sástoffen anstelle von Zucker verursacht einen geringeren Blutzuckeranstieg nach Verzehr als beim Konsum zuckerhaltiger Nahrungsmittel?.Ebenso ist in der wissenschaftlichen Gemeinde weithin anerkannt, die Gesamtheit der Nachweise kritisch in Augenschein zu nehmen, wenn neue Untersuchungen und Ergebnisse aufgrund dieser Art gut entwickelte und nachgewiesene Studien an Menschen verdrängen wollen. Auf der Grundlage fundierter und gut recherchierter Forschungen können alle genehmigten kalorienarmen Sástoffe, einschlieálich Aspartam und Acesulfame-Kalium, dabei helfen, Kalorien und Zuckeraufnahme ohne Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel zu verringern. Kalorienarme Sástoffe sind also nicht vergärbar durch Mundbakterien und infolgedessen nicht kariogen, sondern zahnfreundliche Bestandteile.6

  1. Brian Hoffmann, George Ronan, Dhanush Haspula, ‘The Influence of Sugar and Artificial Sweeteners on Vascular Health during the Onset and Progression of Diabetes’ (abstract), https://plan.core-apps.com/eb2018/event/3063c8bbfcff839c30a0263ac784eb7f
  2. Peters, J. C., & Beck, J. Low Calorie Sweetener (LCS) use and energy balance. Physiology & behavior, 2016; 164: 524-528
  3. Rogers PJ. et al. Does low-energy sweetener consumption affect energy intake and body weight? A systematic review, including meta-analyses, of the evidence from human and animal studies. Int J Obes, 2016; 40(3): 381-94.
  4. Miller, P. E., & Perez, V. Low-calorie sweeteners and body weight and composition: a meta-analysis of randomized controlled trials and prospective cohort studies. Am J Clin Nutr 2014; 100(3): 765-777
  5. Tucker, R. M., & Tan, S. Y.. Do non-nutritive sweeteners influence acute glucose homeostasis in humans? A systematic review. Physiol Behav 2017; 182: 17-26
  6. EFSA Scientific opinion on the substantiation of health claims related to intense sweeteners. EFSA 2011 Journal 9: 2229
  7. American Diabetes Association (ADA). 4. Lifestyle management: Standards of Medical Care in Diabetes – 2018. Diabetes Care 2018; 41(Suppl 1): S38-S50
  8. Dyson, P. A., Twenefour, D., Breen, C., Duncan, A., Elvin, E., Goff, L., . . . Watson, K.. Diabetes UK evidence-based nutrition guidelines for the prevention and management of diabetes (2018). Diabet Med. 2018 May;35(5):541-547.