Von Sucralose geht keine Sicherheitsgefahr fr die Verbraucher aus

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Was Sie ber die Bewertung der EFSA ber die Sucralose-Studie des Ramazzini-Instituts wissen mssen

Es ist nicht berraschend, dass die Europäische Behörde fr Ernährungssicherheit (EFSA) die Ergebnisse einer weiteren fragwrdigen Studie des Ramazzini-Instituts zurckweist und erwartungsgemäá die Sicherheit von Sucralose bestätigt. In einem am 8.th Mai veröffentlichten Gutachten und nach Bewertung gltigen Schlussfolgerungen der durch Soffritti et al. durchgefhrten Sucralose-Studie mit Mäusen2, kommt die EFSA zu dem Ergebnis, dass ?die vorliegenden Daten die Schlussfolgerungen der Autoren nicht bestätigen (Soffritti et al., 2016)“.

Das wissenschaftliche Gutachten des EFSA-Gremiums ber Nahrungszusätzen und Nährstoffquellen, die Lebensmitteln zugefgt werden (ANS) schlieát sich dem weltweiten wissenschaftlichen und regulatorischen Konsens an, dass Sucralose sicher ist. Nach einer umfangreichen Risikobewertung wurde Sucralose durch namhafte Regulierungsbehörden weltweit ? einschlieálich des gemeinsamen Fachausschusses fr Nahrungszusatzmittel (JECFA) der Organisation fr Ernährung und Landwirtschaft/Weltgesundheitsorganisation (FAO/WHO), der US-Arzneimittelbehörde FDA und des Wissenschaftlichen Ausschusses der Europäischen Kommission (jetzt EFSA) ? fr die Verwendung genehmigt und zugelassen.

Die Schlussfolgerungen der Soffritti et al. Studie werden nicht durch die umfangreichen Sicherheitsdatenbanken ber Sucralose untersttzt

Die Nutzung unkonventioneller Studien fhren nicht beweiskräftigen und nicht verlässlichen Ergebnissen und die fehlerhaften Resultate der Studie sind nur ein Teil der schwerwiegenden Probleme, die durch EFSA bei der Bewertung der von Soffritti et al. veröffentlichten Studie aufgedeckt wurden

Die Fachleute der EFSA kritisieren die signifikanten Mängel der vom Ramazzini-Institut bei der Studie von Soffritti et al. angewandten Methoden und heben hervor:

  • Es gibt keine Dosis-Wirkungsbeziehung zwischen der Exposition von Sucralose und den in der Studie angefhrten ?Wirkungen?;
  • Es gibt kein bekanntes Wirkprinzip, auf Grund dessen Sucralose krebserzeugende Wirkungen verursachen könnte und weiterhin erfllte die Studie nicht die Standardkriterien (Bradford Hill) fr die Ursache-Wirkungsbeziehung zwischen der Einnahme von Sucralose und der Entstehung von Tumoren;
  • Das Konzept der Studie schlieát eine Behandlungsdauer entsprechend des natrlichen Todes der Tiere ein, mit anderen Worten, die Mäuse wurden bis zu ihrem Tod dosiert, wodurch keine zuverlässige Interpretierung der Daten möglich ist, da Tumore mit zunehmendem Alter wachsen können;
  • Die bestehende Datenbank zeigt auf der Grundlage von Untersuchungen an Ratten und Mäusen keine krebserregende Wirkung fr Sucralose an.

Auf dieser Grundlage kommt das ANS-Gremium der EFSA zu dem Schluss, dass die Ergebnisse der Autoren (Soffritti et al., 2016) nicht haltbar sind, da die verfgbaren Daten nicht darauf hinweisen, dass Sucralose hämatopoetische Neoplasien bei männlichen in der Schweiz untersuchten Mäusen hervorruft, ganz im Gegenteil zu den Behauptungen von Soffritti et al.; weiterhin zeigen Nachweise, dass Sucralose sicher und nicht krebserregend ist.

Ebenso weist das ANS-Gremium der EFSA darauf hin, dass die späte Veröffentlichung der Studie (Januar 2016) andeutet, dass diese vor ber 10 Jahren begonnen wurde und die Resultate bereits während einer Wissenschaftskonferenz im April 2012 veröffentlicht wurden.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Behörden fr Ernährungssicherheit bestimmte Resultate nicht anerkennen und den Methoden und Daten des Ramazzini-Instituts kritisch gegenberstehen. Sowohl die EFSA als auch die US-Arzneimittelbehörde FDA haben deren Forschungstechniken abgelehnt und die Aufmerksamkeit auf eine Serie von signifikanten Fehlern und Unterlassungen hinsichtlich Ansatz, Durchfhrung, Berichterstattung und Auslegung der Arbeit von Dr. Soffritti in vorhergehenden Bewertungen gelenkt3, 4, 5.

Schlsselmitteilungen

  • Die EFSA zieht den Schluss, dass ?die verfgbaren Daten nicht die Schlussfolgerungen der Autoren (Soffritti et al., 2016) untersttzt?. Das EFSA-Gutachten stimmt folgerichtig mit dem weltweiten Konsens von Wissenschaft und Regulierungsbehörden berein, dass Sucralose sicher ist.
  • Vom Ramazzini-Institut liegen schon als unzuverlässig geltende Studien aus der Vergangenheit vor, bei denen unkonventionelle Forschungsmethoden zu falschen Schlussfolgerungen gefhrt haben.
  • Sucralose ist sicher und es gibt keine Anzeichen fr irgendein krebserregendes Potential.
  • Sucralose gehört zu den weltweit am umfangreichsten getesteten Bestandteilen mit mehr als 110 Studien ber einen Zeitraum von 20 Jahren, die eine Bestätigung fr die Sicherheit geben.
  • Die Sicherheit von Sucralose wurde krzlich anhand einer von Berry et al. durchgefhrten systematischen šberprfung gezeigt 6, und in Nutrition and Cancer in 2016 veröffentlicht.

Mit Fettleibigkeitsraten, die epidemische Ausmaáe in Europa und weltweit annehmen, kann die Verwendung sicherer und zugelassener kalorienarmer Sástoffe in Speisen, Getränken und Sástoffspendern von groáer Bedeutung bei den Bemhungen sein, den Zuckerkonsum allgemein zu verringern. Kalorienarme Sástoffe können mit einer Vielzahl an sá schmeckenden Nahrungsmitteln mit weniger oder keinen Kalorien bei der Reduzierung der Energiezufuhr helfen, was zu Gewichtsabnahme fhrt, wenn sie als Ersatz fr Zucker als Teil einer das Gewicht kontrollierenden Ernährung konsumiert werden. Ebenso bieten sie einen sicheren Weg fr Diabetiker, um die Aufnahme von Kohlenhydraten zu verringern.

Fr weitere Informationen ber das Wissenschaftliche Gutachten der EFSA auf der EFSA-Webseiteund ber Stellungnahme des ISAhier klicken.

  1. Wissenschaftliche Meinung der EFSA. Erklärung zur Gltigkeit der Schlussfolgerungen aus einer vom Ramazzini-Institut durchgefhrten Karzinogenizitätsstudie ber Sucralose bei Mäusen (E 955). Verfasst am 4. April 2017. Online verfgbar: http://www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/4784
  2. Soffritti M., Padovani M., Tibaldi E., Falcioni L., Manservisi F., Lauriola M., Bua L., Manservigi M. & Belpoggi F. Sucralose, in der Nahrung zugefhrt, beginnt vorgeburtlich blutbildende Neuplasien bei männlichen Mäusen zu induzieren. Internationale Fachzeitschrift fr Arbeits- und Umweltmedizin, 22. Jan. 2016 (1): 7-17. doi: 10.1080/10773525.2015.1106075. Epub 2016 Jan 29.
  3. Ansicht des wissenschaftlichen Gremiums f+r Nahrungsergänzungsmittel, Geschmacksverstärker, Verarbeitungshilfsstoffe und Materialien in Kontakt mit Nahrungsmitteln (AFC) bezogen auf eine neue Karzinogenizität-Langzeitstudie ber Aspartam. EFSA Fachzeitschrift, 5 May 2006. Online verfgbar: https://www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/356
  4. Erklärung der EFSA zur wissenschaftlichen Bewertung zweier mit knstlichen Sástoffen in Verbindung stehenden Studien. EFSA Fachzeitschrift 2011;9(2):2089 [16 pp.] Online verfgbar: http://www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/2089
  5. Erklärung der FDA zur europäischen Aspartam-Studie. 20. April 2007. Online verfgbar: http://www.fda.gov/Food/IngredientsPackagingLabeling/FoodAdditivesIngredients/ucm208580.htm
  6. Berry C, Brusick D, Cohen SM, Hardisty JF, Grotz L und Williams GM. Nicht-Karzinogenizität bei Sucralose: Eine šbersicht ber wissenschaftliche und A Review of the Scientific and rechtliche Grnde. Ernährung und Krebs. Sep. 2016; 68(8): 1247-1261