Neue Nachweise, die eine Verwendung kalorienarmer Sástoffe bei der Blutzucker- und Diabeteskontrolle untersttzen

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Neues aus der Wissenschaft vom 35.th Internationalen Symposium ber Diabetes und Ernährung

Höhepunkte:

  • Kalorienarme Sástoffe können hiflreich bei der Blutzuckerkontrolle by sein und die Energie- und Zuckerzufuhr durch höhere Bereitschaft zu einer angemessenen Ernährung reduzieren;
  • Beobachtungsstudien in Verbindung mit kalorienarmen Sástoffen können Ursache und Wirkung nicht nachweisen. Umgekehrte Kausalität kann beobachtete Verbindungen erklären;
  • Ein neuer 4-wöchiger klinischer Versuch bestätigt vorhergehende Ergebnisse, dass kalorienarme Sástoffe nicht auf Incretin oder Insulin wirken.

Jedes Jahr treffen sich namhafte Ernährungs- und Diabetesforscher zum Internationalen Symposium ber Diabetes und Ernährung, organisiert von der Diabetes- und Ernährungs-Studiengruppe (DNSG) des Europäischen Verbands fr Diabetesstudien (EASD), um neue Erkenntnisse auf dem Feld der Diabetesernährung zu diskutieren. In diesem Jahr wurde auf dem 35th Internationalen Symposium ber Diabetes und Ernährung, die zwischen dem 19. undth and 22. Junind in Skagen, Dänemark, stattfand, eine hochinteressante Diskussion ber die Rolle kalorienarmer Sástoffe bei der Blutzuckerkontrolle und dem Umgang mit Diabetes diskutiert, bei der Fachleute verschiedene neue Erkenntnisse aus Studien zu diesem Thema vorlegten.

Neue Humanstudien zeigen, dass kalorienarme Sástoffe keine Wirkung auf Glykämie haben

Die Ergebnisse eines zweiarmigen stichprobenartig kontrollierten Versuchs (RCT), durchgefhrt und finanziert durch das Deutsche Institut fr Ernährungsforschung, aus der Untersuchung, welche kurz- und langfristige Wirkung kalorienarme Sástoffe auf Insulin und Incretin haben, wurden zum ersten Mal auf dem DNSG Symposium vorgestellt.

In der ersten Studie (ILIAS-1 trial), fhrten die Forscher 7 aufeinanderfolgende einzelne Oralstimulierungen mit Glukose oder verschiedenen kalorienarmen Sástoffen (Saccharin, Aspartam und Sucralose) allein oder in Kombination an 14 männlichen Versuchspersonen mit normalem Glukosestoffwechsel durch. Die Ergebnisse bestätigten frhere Resultate, dass kalorienarme Sástoffe keine Wirkung auf die Niveaus von Glukose, Insulin, C-Peptide oder Incretin nach dem Mittagessen haben (GIP, GLP-1, GLP-2). Weiterhin hat die Beimischung kalorienarmer Sástoffe zu Glukose keine nennenswerte Žnderung auf das allgemeine Stoffwechselprofil ausgelöst.

Zusätzlich wurde zur ersten Kurzzeitstudie eine berkreuzte 4-wöchige Interventionsstudie (ILIAS-2 trial) durchgefhrt, um die metabolische Reaktion auf die Konsumierung von 1 Liter kalorienarm gesáter gegenber nicht gesáter Erfrischungsgetränke hinsichtlich der glykämischen Indizes zu bewerten, wobei herausgefunden wurde, dass die langfristige Exposition gegenber mit Saccharin gesáten Getränken weder die Glukose oder Hormonniveaus, noch die Insulinempfindlichkeit beeinflusste, was insgesamt eine wichtige Erkenntnis war, da erneut bestätigt wurde, dass der Konsum groáer Mengen von Diätgetränken keine Auswirkung auf die Insulinresistenz hat.

Wichtige Anmerkungen auf der Sitzung ber ?Kalorienarme Sástoffe bei der Diabetesernährung?

In der Sitzung ber ?Kalorienarme Sástoffe bei der Diabetesernährung?, lieferten Fachleute auf diesem Wissenschaftsgebiet wissenschaftliche Nachweise zur Rolle kalorienarmer Sástoffe bei Diabetes aus der Sicht des Gesundheitswesens und sprachen ber Kontroversen ber Sástoffkonsum und Gesundheit.

Aufgrund langjähriger Erfahrung mit der Erforschung kalorienarmer Sástoffe bei mensschen und Tieren, präsentierte Dr. Per Bendix Jeppesen, assoziierter Professor an der Universität Aarhus, Dänemark, und Organisator des diesjährigen DNSG-Symposiums, die Ergebnisse einer neuen 8-wöchigen an Ratten durchgefhrten Interventionsstudie ber die Wirkung verschiedener kalorienarmer Sástoffe (Aspartam und Steviol-Glycoside vs. Hochfruktose-Getreidesirup HFCS) auf Insulinresistenz und Leberfettansammlung, Anzeichen von Stoffwechselsyndrom und schloss daraus, dass die getesteten kalorienarmen Sástoffe weder die Insulinresistenz noch Lebersteatose induzieren, im Gegensatz zu HFCS, das die Insulinresistenz erheblich erhöhte.

Die neuen Resultate bestätigten eine frhere auch an der Universität Aarhus durchgefhrte Humanstudie, ein 6-monatiger stichprobenartig kontrollierter Interventionsversuch, bei dem die tägliche Einnahme von 1 Liter eines kalorienarm gesáten Getränks mit derselben Menge eines mit Zucker gesáten Getränks, fettarmer Milch und Wasser ber einen Zeitraum von 6 Monaten verglichen wurde (Kontrollgruppe) for 6 months. Tatsächlich hatten die Diätgetränke eine ähnliche metabolische Wirkung wie Wasser und eine vorteilhafte Auswirkung auf die Fettansammlung (z.B. Leberfett, viszerales Fettgewebe, Muskelfett) und Blutlipide (Triglyzeride und Gesamtcholesterin) im Vergleich zum Konsum von mit Zucker gesáten Getränken.

Die umgekehrte Kausalität bei der Beobachtungsstudie zeigte eine Verbindung zwischen der Verwendung kalorienarmer Sástoffe und Diabetes, was eines der Hauptthemen bei dieser Sitzung mitDr. Caomhan Logue, Ulster-Universität, Groábritannien, war. Wie Dr. Logue betonte, kann dieumgekehrte Kausalität die beobachteten Verbindungen erklären, das heiát, dass sich Diabetiker kalorienarmen Sástoffen zuwenden, um ihre Zuckeraufnahme zu reduzieren und nicht umgekehrt, weiterhin hob er hervor, dass die Methoden zur Einschätzung der diätischen Einnahme kalorienarm gesáter Speisen bei epidemiologischen Studien möglicherweise inadäquat sind. Zum Schluss gab er einen šberblick ber die neuesten wissenschaftlichen Daten und Regulierungen zu kalorienarmen Sástoffen und Diabetes und erläuterte, dass die gegenwärtige Beweislage von einer vorteilhaften Rolle fr kalorienarme Sástoffe ausgeht, wenn sie anstelle von Zucker bei Glykämie und Umgang mit dem Körpergewicht verwendet werden, wodurch ihr potentieller Wert bei Zuckerreduzierung und Nahrungsumorientierung verstärkt wird.

Insgesamt gesehen besteht einKonsenz innerhalb der Wissenschafts- und Žrztegemeinschaft, dass die Beweislage die Verwendung kalorienarmer Sástoffe anstelle von Zucker bei der Ernährung von Diabetikern untersttzt, da sie eine kalorienfreie Alternative zu Zucker ohne Beeinträchtigung der Blutzuckerkontrolle bietet und gleichzeitig mit Ernährungsratschlägen bereinstimmt. Selbstverständlich sollten Diabetiker jederzeit die Hinweise auf den Lebensmittelverpackungen der zuckerfreien Produkte auf andere Zutaten (z.B. weitere Kohlenhydrate) prfen, die ihre Glukosekontrolle beeinflussen könnten. Auf jeden Fall ist das groáe Angebot an kalorienarm gesáten Speisen auf dem heutigen Markt wichtig fr alle Diabetiker, die nach wohlschmeckenden Speisen und Getränken mit der gewnschten Sáe suchen, die aber gleichzeitig ihre diätetischen Ansprche erfllen.

Bitte hier klicken, um ein Videointerview mit Dr. Caomhan Logueber den Weltdiabetestag und die Rolle kalorienarmer Sástoffe bei der Diabetesernährung zu sehen.

Fr weitere Informationen ber die Beteiligung des ISA am 35.th Internationalen Symposium ber Diabetes und Ernährung auf unserer Webseite bittehier klicken.