Süßstoffe in Speisen und Getränken
- In welchen Lebensmitteln sind Süßstoffe enthalten?
- Die große Vielfalt an kalorienreduzierten Produkten und Light-Produkten, die Verbraucher täglich genießen, wäre ohne Süßstoffe nicht möglich. Kalorienbewusste Konsumenten kommen in den Genuss von Erfrischungsgetränken, Tafelsüßen, Milchprodukten wie z.B. Joghurt und Eiskrem, Nachspeisen, Kaugummis, Süßigkeiten, Salatsaucen, Senf und in vielen weiteren Produkten, einschließlich Vitamintabletten und pharmazeutischen Produkten.
Die Nachfrage nach kalorienreduzieren Produkten steigt kontinuierlich an und je mehr Anwendungsmöglichkeiten und je mehr neue Süßstoffe entwickelt werden, desto mehr süße Lebensmittel sind für eine kalorienreduzierte Ernährung erhältlich.
- Wie können kalorienarme Süßstoffe zu Hause eingesetzt werden?
- Für den individuellen Gebrauch zu Hause bieten sich Tafelsüßen unterschiedlicher Darreichungsformen an.:
- Tabletten
- Flüssigsüße
- Streusüße
Eine Süßstoff-Tablette entspricht in der Regel einem Würfel Zucker. Ein Teelöffel Flüssigsüße süßt so intensiv wie vier gehäufte Esslöffel Zucker. Tabletten sind ideal zum Süßen heißer Getränke und Flüssigkeiten, in denen sie sich schnell auflösen. Kalte Getränke und feste Speisen, die gekocht oder gebacken werden, lassen sich am einfachsten mit Flüssigsüße zubereiten.
Streusüßen sind eine besondere Variante, die die Vielseitigkeit der süßen Alternativen aufzeigen: pulverförmige Trägersubstanzen wie z.B. das Kohlenhydrat Maltodextrin wird mit Süßstoff „aufgesüßt“. Die lockere, feinkörnige Beschaffenheit der Streusüßen macht sie besonders geeignet zum Verfeinern von Obstsalaten und Müslis oder zum Bestreuen von Waffeln und Torten. Sie sind in der Energiebilanz mit bis zu 90 Prozent weniger Kalorien als Zucker zu verbuchen. Exakte Angaben über den Energiegehalt und die richtige Dosierung findet man auf jeder Produktverpackung.
Süßstoffe sind sehr vielseitig zu verwenden- aber zugegeben, Süßstoffe können nicht alles, was Zucker kann: Aufgrund ihrer geringen Masse erreichen sie nicht die „Bindewirkung“ und das Volumen von Zucker. Deshalb gerät mit ihnen zum Beispiel nicht jeder Kuchenteig gleichermaßen gut. Während beispielsweise Hefe- und Knetteige problemlos mit Flüssigsüße herzustellen sind, muss man bei Rühr- und Biskuitteigen einige Besonderheiten beachten. Nähere Hinweise erhalten Sie von den Süßstoffanbietern.
Süßstoffe entwickeln in Marmeladen und Konfitüren nicht die konservierenden Eigenschaften von Zucker. Deshalb müssen die kalorienreduzierten Varianten nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Umgekehrt aber verhindern Süßstoffe in Marinaden, Dressings oder Säurelaken die unerwünschten Gärungsprozesse, die zugesetzter Zucker hervorrufen kann.
- Warum enthalten einige Lebensmittel mehr als nur einen Süßstoff?
- Jeder Süßstoff hat seine individuellen Vorzüge und gemeinsam sind sie unschlagbar. Denn in der Kombination entwickeln die Süßstoffe sogenannte synergistische Effekte. Das bedeutet, die Süßstoffmischung ist süßer als die Summe der Süßkraft, die jeder einzelne Süßstoff einzeln aufzuweisen hat. Also kommt man insgesamt mit weniger Süßstoff aus. Aber nicht nur das, in Kombination verbessert sich meist auch die Geschmacksqualität der einzelnen Süßstoffe.